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KI auf dem Amt: Ja, bitte!

Autorenbild: Tanja Schmitt / Redakteurin
Tanja Schmitt / Redakteurin
vor 15 Stunden
1 Min. Lesezeit

Wer schon einmal wochenlang auf einen Bescheid gewartet hat, kennt das Gefühl. Kein Wunder, dass die Bereitschaft wächst, der Technolgie eine Chance zu geben: 70 Prozent wünschen sich laut Bitkom, dass bei ihrem Antrag künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Vor einem Jahr waren es noch 63 Prozent.


Die Zahlen stammen aus einer Befragung von Bitkom Research aus dem Jahr 2026. Im Auftrag des Bitkom wurden dafür 1.004 Personen ab 18 Jahren repräsentativ per Telefon befragt.


Ja bitte, aber nicht allein


Wer „KI" sagt, meint damit noch lange nicht „Autopilot". Nur 12 Prozent würden Prüfung und Entscheidung komplett einer KI überlassen (2025: 7 Prozent). 23 Prozent wollen, dass die KI prüft und ein Mensch entscheidet (2025: 17). Am beliebtesten bleibt mit 35 Prozent die vorsichtigste Variante: Der Mensch prüft und entscheidet, die KI kontrolliert (2025: 39). Ganz ohne KI wollen nur noch 26 Prozent auskommen (2025: 31).


Die Geduld ist aufgebraucht


Die Offenheit hat Gründe. 74 Prozent finden, Behörden brauchen zu lange für ihre Anliegen. Das sind weniger als 2025 (85 Prozent), aber immer noch drei von vier. 91 Prozent wünschen sich, dass ihre Kommune die Digitalisierung mit mehr Nachdruck vorantreibt. Und 73 Prozent hätten gern eine Verwaltung, die von sich aus aktiv wird, etwa wenn ein Ausweis abläuft.


Wer unterschreibt?


Die Bürgerinnen und Bürger sagen also „Ja bitte", vertrauen der KI den Stempel aber noch nicht an. Sie hätten nur gern, dass sie vorher einmal draufschaut. Für Verwaltungen heißt das: Wer KI einführt, sollte vor allem zeigen, wer am Ende unterschreibt.



Quelle


 
 
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