Nexus Update 3. September 2026: eigene Wissensbasis, Claude Opus 5 und neue Google-Modelle

Aktualisiert: 10. Sept.
Die größte Neuerung bei Nexus? Es gibt jetzt Ordner! Und die haben es buchstäblich in sich – nämlich Ihre Dokumente. Das können Verträge sein, Handbücher, Richtlinien, Protokolle oder Ähnliches. Der Clou: Ihre Agenten können dauerhaft darauf zugreifen.
Dieses Update hat aber noch mehr zu bieten, genauer gesagt: Claude Opus 5 und drei Google-Modelle. On top gibt’s noch überarbeitete Rollen-Agenten und eine neue Abo-Struktur.
Ordner: Ihr Firmenwissen direkt im Chat
Bisher war es so: Die vordefinierten Agenten kannten ihr Fachgebiet gut. Aber Ihre Firma kannten sie nicht. Ein Beispiel: Sie fragten, wie in Ihrem Unternehmen die Urlaubsfreigabe abläuft. Der Agent kannte aber Ihre Abläufe nicht und gab nur eine allgemeine Antwort. Die half Ihnen jedoch meist wenig.
Jetzt geben Sie Ihrem Agenten alle wichtigen Informationen mit. So kennt er Sie und Ihr Unternehmen – und liefert bessere Ergebnisse.
Sie erstellen einen Ordner und laden Ihre Dateien hinein. Danach fügen Sie den Ordner an den jeweiligen Chat. Wenn Sie etwas fragen, schaut der Agent automatisch in den Ordner hinein und sucht dort die passende Stelle. Mehr noch: Er sagt Ihnen auch, woher er seine Informationen hat, zum Beispiel aus dem Ordner „Handbuch" oder aus seinem allgemeinen Wissen.
So legen Sie Ihren ersten Ordner an
Ordner anlegen. Nexus öffnen. Im Menü links auf „Dokumente“ klicken, dann oben rechts auf „Ordner erstellen“. Namen vergeben und eine kurze „Beschreibung“ hinzufügen. Die Beschreibung ist zwar optional, wir empfehlen sie aber. Der Grund: In der Beschreibung sagen Sie kurz, was im Ordner liegt – zum Beispiel „alle laufenden Lieferverträge". Der Agent weiß dann sofort, ob sich ein Blick in den Ordner lohnt.


Dateien hochladen – zum Beispiel Handbücher, Verträge, Protokolle, Richtlinien. Dazu oben rechts auf „Hochladen“ klicken.


Wenn der Upload erfolgreich abgeschlossen ist, erscheint der Status „Abgeschlossen“ (in Grün).

Im Chat zuweisen – Chat öffnen, Ordner auswählen, loschatten.

Gut zu wissen:
Wenn Sie zum ersten Mal auf „Dokumente" klicken, öffnet sich ein kurzer Willkommens-Text. Er erklärt Ihnen, wie die Ordner funktionieren. Sie können ihn jederzeit wieder aufrufen – über das Info-Symbol neben der Überschrift.
Übrigens haben wir auch ein kurzes Video für Sie vorbereitet. Darin sehen Sie Schritt für Schritt, wie Sie einen Ordner anlegen.
Drei Beispiele aus der Praxis
Verträge im Blick behalten. Sie legen einen Ordner „Rahmenverträge“ an und laden Ihre laufenden Verträge hinein. Unser vordefinierter Agent „Carla Controlling“ beantwortet dann Fragen wie: Welche Kündigungsfristen laufen im nächsten Quartal aus? Oder: In welchen Verträgen steht eine Preisgleitklausel?
Kundenanfragen schneller beantworten. Sie erstellen einen Ordner mit Produkthandbüchern und FAQ. Im Chat wählen Sie diesen Ordner aus sowie unsere vordefinierte Agentin „Sabine Support". Sabine Support schaut dort hinein und antwortet stets mit den passenden Infos.
Onboarding vereinfachen. Sie erstellen einen Ordner mit Einarbeitungsunterlagen, internen Richtlinien und Prozessbeschreibungen. Neue Teammitglieder stellen im Chat eine Frage und bekommen sofort eine Antwort, statt sich erst stundenlang durch das ganze Intranet zu klicken.
Darauf sollten Sie achten
Maximal zehn Ordner pro Person. Unser Tipp: Geben Sie jedem Ordner ein festes Thema – zum Beispiel „Verträge" oder „Handbücher". Das ist besser als ein Sammelordner für alles.
Nach dem Hochladen kurz warten. Nexus muss neu hinzugefügte Dateien erst verarbeiten. Danach kann der Agent darin suchen. Bei großen Dateien dauert das einen Moment. Bei „Grün“ ist der Upload abgeschlossen.
Präzise Fragen liefern bessere Ergebnisse. In Ordnern mit sehr vielen Dateien findet der Agent die passende Stelle nicht immer sofort. Fragen Sie dann einfach genauer nach – das hilft meist schon weiter. Apropos: Wie der Agent in Ihren Ordnern sucht, haben wir mit diesem Update ebenfalls verbessert.
Der Ordner ersetzt nicht das Lesen eines ganzen Dokuments. Wollen Sie ein einzelnes Dokument zusammenfassen lassen, nutzen Sie besser den normalen Upload. Denn dann liest der Agent die ganze Datei – der Ordner sucht dagegen nur einzelne Stellen heraus.
Datei-Upload oder Ordner?
Den Datei-Upload kennen Sie ja schon: Sie laden eine Datei in den Chat, zum Beispiel eine Präsentation, und bitten um eine kurze Zusammenfassung. Der Agent liest die Präsentation und fasst sie zusammen. Ein „Ordner“ ist hingegen etwas anderes. Wir haben die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst:
Datei-Upload im Chat | Ordner |
Gilt nur für diesen einen Chat | Wird einmal erstellt, ist in beliebig vielen Chats nutzbar |
Der Agent liest die ganze Datei | Der Agent sucht gezielt die passenden Stellen heraus |
Nur wenige Dateien auf einmal möglich | Sehr viele Dateien auf einmal möglich |
Ist nach dem Chat wieder weg | Bleibt bestehen – Sie können jederzeit weitere Dateien hinzufügen |
Auf den Punkt gebracht: Der Upload ist für den Einzelfall, der „Ordner“ für Firmenwissen, das Sie immer wieder brauchen.
Vier neue KI-Modelle
Wie bereits erwähnt, können Sie mit diesem Update auch neue KI-Modelle nutzen – Claude Opus 5 von Anthropic und drei Modelle von Google:
Claude Opus 5 – unsere Empfehlung für schwierige Aufgaben
Claude Opus 5 ersetzt Opus 4.8 als empfohlenes Top-Modell. Opus 5 ist der Spezialist für anspruchsvolle Aufgaben: mehrstufige Analysen, lange Dokumente und Fälle, in denen jede Formulierung zählt. Es geht solche Aufgaben eigenständig Schritt für Schritt an – und prüft seine eigenen Ergebnisse vorher noch einmal kritisch, statt gleich die erstbeste Antwort zu liefern.
Kosten: Ein Token kostet bei Opus 5 genauso viel wie bei Opus 4.8. Trotzdem kann eine einzelne Anfrage teurer werden. Der Grund: Opus 5 denkt vor jeder Antwort gründlich nach und verbraucht dafür dementsprechend mehr Token. Für schnelle Alltagsfragen empfehlen wir deshalb ein kompakteres Modell – zum Beispiel Gemini 3.7 Flash, das wir gleich vorstellen.
Opus 5 können Sie auf zwei Wegen nutzen: direkt über Anthropic – dann liegt das Modell in den USA. Oder über Google Cloud und AWS – dann liegt es in der EU.
Gemini 3.7 Flash – Googles neuer Alleskönner
Gemini 3.7 Flash ist unser neuer Standard unter den Google-Modellen. Es arbeitet deutlich besser als Gemini 3.6 Flash, vor allem bei Textdateien. Komplexe Dokumente versteht das Modell ebenfalls zuverlässiger als zuvor – das hat Google gemessen: von 22 auf 34 Prozent. Auch längere, mehrstufige Aufgaben meistert es besser. Gemini 3.7 Flash läuft auf Servern in der EU, über Google Cloud.
Kosten: Gemini 3.7 Flash ist gerade ausgesprochen günstig. Der Preis liegt bei etwa der Hälfte des Startpreises von Gemini 3.6 Flash. Dieser Einführungspreis gilt allerdings nur bis Ende 2026.
Zwei weitere Google-Modelle
Gemini 3.6 Flash können Sie weiter nutzen. Es läuft ebenfalls auf Servern innerhalb der EU.
Gemini 3.5 Flash-Lite ist das schnellste und sparsamste Modell der Reihe. Es eignet sich, wenn Sie viele einfache Aufgaben schnell erledigen wollen – zum Beispiel Stichpunkte herausziehen, kurze Texte einordnen oder Routineabfragen beantworten.
Opus oder Gemini: Wann nehme ich welches Modell?
Für die meisten Aufgaben im Alltag reicht Gemini 3.7 Flash – es ist schnell, günstig und wird in der EU gehostet. Opus 5 lohnt sich indessen, wenn es knifflig wird: bei langen Analysen oder Texten, bei denen jedes Wort sitzen muss.
Rollen-Agenten: neue Modelle, präzisere Anweisungen
„Manni Marketing“, „Carla Controlling“ und die übrigen Rollen-Agenten laufen jetzt auf den neuesten Modellen. Wir haben außerdem ihre Systemanweisungen überarbeitet – das sind die festen Vorgaben, nach denen jeder Agent arbeitet. Sie müssen dafür nichts weiter tun: Ihre bestehenden Agenten wurden automatisch umgestellt.
Neue Abo-Struktur
Wir stellen unsere Abo-Modelle um. Zur Auswahl stehen die Pakete Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Titan und bald Mercury. Einen Überblick finden Sie auf unserer Preisseite. Wenn Sie ein Paket buchen möchten oder eine Frage haben, melden Sie sich einfach bei uns.
Warum überhaupt eine neue Abo-Struktur?
Das hat einen ganz bestimmten Grund. Denn noch in diesem Jahr kommt eine neue Version von Nexus – und die wird richtig gigantisch. Sie ersetzt auch die bisherige Plattform. Darüber werden wir Sie rechtzeitig informieren.
Gut zu wissen: Alle Modelle und Funktionen, die bis zur Umstellung verfügbar sind, bleiben erhalten. Das heißt, Sie können die alte Nexus-Plattform weiterhin nutzen. Wir werden dort auch neue Modelle hinzufügen, neue Funktionen wird es allerdings keine mehr geben.
Was bedeutet das für mein bestehendes Abo?
Ihr Abo läuft zu den bekannten Bedingungen weiter – garantiert bis mindestens 31. Januar 2027. In dieser Zeit nutzen Sie die bisherige Plattform wie gewohnt und fügen Lizenzen und Guthaben hinzu. Die Konditionen dazu stehen weiterhin auf unserer Preisseite. Wie es danach weitergeht, steht noch nicht fest. Wir werden Sie aber rechtzeitig darauf hinweisen.
Zwei Dinge sind ab September 2026 nicht mehr möglich: Laufzeit und Abrechnungsintervall bestehender Abos lassen sich nicht mehr ändern, etwa von monatlich auf jährlich. Und neue Abos schließen Sie nicht mehr selbst in Nexus ab: Wir legen neue Workspaces für Sie an. Schreiben Sie uns einfach eine kurze Nachricht. Auf Ihr laufendes Abo hat beides keinen Einfluss.
Der Wechsel in einen neuen Tarif ist freiwillig und voraussichtlich ab September 2026 möglich. Eine Frist gibt es nicht. Den verbindlichen Starttermin und die Konditionen nennen wir Ihnen, sobald sie feststehen.
Bestehendes Abo: Sie können weiterhin wie gehabt Lizenzen und Guthaben hinzufügen.
Kündigen bleibt einfach. Ein Monats-Abo läuft zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums aus. Ein Jahres-Abo können Sie jederzeit außerordentlich kündigen. Nach Ihrer Anfrage beim Support beenden wir das Abo innerhalb von 14 Tagen und erstatten die Beiträge für die Restlaufzeit sowie verbleibendes Guthaben vollständig.
Vier Neuerungen, die Ihren Arbeitsalltag noch leichter machen
Kein Entwurf geht mehr verloren. Nexus speichert jetzt jeden angefangenen Text – und zwar für jeden Chat einzeln. Ihr Text bleibt erhalten, auch wenn Sie die Seite wechseln oder neu laden. Klappt das Senden einmal nicht, ist Ihre Eingabe trotzdem noch da. Und wenn Sie in einen anderen Chat wechseln, brechen laufende Uploads nicht mehr ab.
Kennzeichnung generierter Bilder. Bilder aus den Google- und OpenAI-Modellen bekommen ein unsichtbares Wasserzeichen (SynthID). Daran lässt sich erkennen, dass ein Bild von einer KI stammt.
Chat-Suche: bessere Reihenfolge. Ihre Suchergebnisse stehen jetzt in einer sinnvolleren Reihenfolge. Ganz oben erscheinen die Chats, in denen zuletzt etwas geschrieben wurde. So finden Sie Ihre aktuellen Gespräche schneller.
Hilfreiche Hinweise, wenn noch nichts da ist. Manche Bereiche sind am Anfang noch leer, zum Beispiel die Prompt-Vorlagen oder die Team-Verwaltung. Dort sehen Sie jetzt einen kurzen Hinweis, der Ihnen sagt, was zu tun ist – statt einer leeren Fläche.
Bei Fragen erreichen Sie uns unter support@vaudience.ai.
Glossar
Agent: Eine dauerhaft gespeicherte KI-Konfiguration mit fester Rolle, festem Modell und festen Anweisungen.
Claude Opus 5: Aktuelles Opus-Modell von Anthropic, optimiert für komplexe, mehrstufige Aufgaben.
EU-gehostet: Die Daten werden auf Servern innerhalb der EU verarbeitet. Das erleichtert die Einhaltung der DSGVO.
Gemini 3.7 Flash: In Nexus das empfohlene Google-Modell, besonders stark bei dokumentlastiger Arbeit.
Ordner: Sammlung eigener Dokumente in Nexus, die Sie einem Chat als dauerhaftes Hintergrundwissen zuweisen.
Rollen-Agent: Von uns vorkonfigurierter Agent für einen bestimmten Fachbereich, zum Beispiel „Carla Controlling“.
SynthID: Verfahren von Google, das KI-generierte Bilder mit einer unsichtbaren Markierung versieht.



