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Claude Cowork: selbstständiger KI-Kollege für den Arbeitsalltag

  • Autorenbild: Tanja Schmitt
    Tanja Schmitt
  • 14. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Wir kennen es alle. Der digitale Schreibtisch ist überladen, der Download-Ordner ein unübersichtliches Chaos aus Rechnungen, Screenshots und namenlosen Dokumenten. Man nimmt sich fest vor, Ordnung zu schaffen – irgendwann... 


Doch wie wäre es, wenn man diese leidliche Aufgabe einfach abgeben könnte? An jemanden, der nie müde wird, keine Kaffeepausen braucht, blitzschnell arbeitet und sich obendrein nicht beschwert? Genau das verspricht Anthropic mit seinem neuen KI-Kollegen namens „Cowork“. 


Das Besondere: Statt nur auf Anweisungen zu reagieren, wie es bei gängigen Sprachmodellen der Fall ist, soll Cowork ausgesprochen selbstständig sein. Wenn man dem KI-Agenten eine Aufgabe gibt, soll er sofort einen Plan erstellen, diesen kontinuierlich abarbeiten und den Nutzer die ganze Zeit auf dem Laufenden halten. 


Claude Cowork kann zudem auf Dateien, die auf dem Desktop liegen, zugreifen und damit arbeiten – allerdings nur mit der entsprechenden Zugriffsberechtigung. Der Agent fragt dabei vorher explizit um Erlaubnis, bevor er darauf zugreift oder Befehle ausführt. Der Nutzer soll somit jederzeit die Kontrolle behalten. 


Der Ursprung von Cowork? Reine Zweckentfremdung


Die Idee zu Cowork kam laut Anthropic übrigens vollkommen überraschend:

„Als wir Claude Code veröffentlichten, erwarteten wir, dass Entwickler es zum Programmieren nutzen würden [...] und begannen dann schnell, es für fast alles andere zu verwenden. Das veranlasste uns, Cowork zu entwickeln“.


Cowork basiert auf derselben Technologie wie Claude Code. Einziger Unterschied: Es ist vor allem für Nutzer gemacht, die einfach nur ihre Arbeit erledigen wollen, ohne zu programmieren.


Hier ein paar Beispiele aus dem Arbeitsalltag


  • Statt Claude nur um eine Textzusammenfassung zu bitten, die man dann mühsam kopiert, können Nutzer Cowork direkt Zugriff auf einen Ordner voller PDFs geben und sagen: „Fass mir die Kernaussagen dieser zehn Studien zusammen und erstelle eine Gliederung für eine Präsentation.“


  • Reisekostenabrechnung: Ein Stapel abfotografierter Belege im Ordner? Cowork könnte die Beträge, Daten und Posten auslesen und in eine saubere Tabelle für die Buchhaltung eintragen.


  • Marktrecherche: Sie haben 20 Whitepaper als PDF gespeichert? Cowork durchsucht die Dokumente nach bestimmten Kriterien und bereitet die wichtigsten Erkenntnisse in einem Word-Dokument auf.


  • Aufräumen: Cowork durchforstet einen Projektordner, sortiert alle Dateien nach Datum und Thema und benennt sie sinnvoll um.


Vorsicht: Ein Werkzeug, kein fehlerfreier Kollege


Cowork ist auch nur ein „Mensch“ – und somit fehleranfällig. Das KI-Tool braucht zum Beispiel klare Ansagen. Sonst kann es passieren, dass Cowork Anweisungen falsch interpretiert und womöglich eine wichtige Datei löscht. 


Außerdem besteht die Gefahr von sogenannten „Prompt-Injections“. Dabei handelt es sich um schädliche Anweisungen, die in harmlos wirkenden Dokumenten oder Texten versteckt sind, z. B. E-Mail-Anhänge oder PDFs aus dem Internet. Der  KI-Agent kann so zu Aktionen verleitet werden, die der Nutzer nicht beabsichtigt hat – etwa das Senden von Daten an Dritte. Anthropic soll dazu bereits Sicherheitsmaßnahmen errichtet haben wie eine Sandbox-Umgebung, um den Systemzugriff zu beschränken.


Cowork steckt natürlich noch in den Kinderschuhen. Deshalb nennt Anthropic sein jüngstes Werk auch eine „Research Preview“, also eine Forschungsvorschau. Das ist eine frühe Testversion einer Software, die zur Erprobung und zum Sammeln von Nutzerfeedback veröffentlicht wird. Wer Cowork dennoch ausprobieren möchte, kann das bereits tun. Einzige Voraussetzung: ein „Claude Pro“- oder „Claude Team“-Abo.  


Quelle:

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