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vAudience.AI KI News Kalenderwoche 9 2024

Aktualisiert: 11. März

Unser wöchentlicher vAudience.AI Newsletter bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen und Durchbrüche im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Jede Ausgabe ist sorgfältig zusammengestellt, um Firmenleitern und Entscheidungsträgern in Deutschland allgemeinverständliche und praxisnahe Informationen zu liefern. Wir konzentrieren uns darauf, generelle Nachrichten über KI-Fortschritte zu erläutern, deren potenzielle Bedeutung für die Wirtschaft und speziell für den Einsatz in Firmen innerhalb der EU zu bewerten. Zudem bieten wir zu jedem Highlight ein Glossar an, das die technischen Begriffe verständlich erklärt. Obwohl wir die Hauptinhalte und Bilder händisch auswählen und in unseren Newsletter integrieren, beziehen wir uns auf eine Vielzahl von Quellen, um die Aktualität und Relevanz unserer Inhalte zu gewährleisten. Unser Ziel ist es, Sie mit wertvollen Einsichten zu versorgen, die Sie direkt in Ihrem beruflichen Alltag anwenden können, um die Potenziale der Künstlichen Intelligenz optimal zu nutzen.


HINWEIS: Die Texte, einige der Bilder und das Audio sind typischerweise komplett mit KI generiert! Uns ist bewusst, dass gerade die Audio-Wiedergabe nicht perfekt ist. Wir halten die Qualität für gut genug, um hilfreich zu sein.


Unsere Highlights dieser Woche:





V-JEPA: Meta's Durchbruch in der Video-KI für intuitive, selbstüberwachte Lernprozesse




Beschreibung

V-JEPA ist ein innovatives KI-Modell von Meta, entwickelt unter der Leitung von Yann LeCun, einem Pionier im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das Besondere an V-JEPA ist, dass es ohne menschliche Annotierungen oder vorheriges Training auf Bilddatensätzen auskommt. Stattdessen lernt es durch die Vorhersage von Videoeigenschaften direkt aus Videodaten.

Getestet wurde es anhand einer Sammlung von 2 Millionen Videos aus öffentlichen Datensätzen und zeigte beeindruckende Leistungen bei verschiedenen Bild- und Videoaufgaben, wie der Erkennung von Bewegungen und der Klassifizierung von Bildern.

Zugänglichkeit und Einsatzkosten

V-JEPA ist als Forschungsmodell konzipiert und wird unter der CC BY-NC Lizenz veröffentlicht, was bedeutet, dass es primär für Forschungszwecke zugänglich ist. Die Bereitstellung des Modells und die Möglichkeit, es für verschiedene Aufgaben einzusetzen, ohne die Kernbestandteile des Modells anzupassen, zeigen das Potenzial für vielseitige Anwendungen in der Praxis. Meta hat den Code und die vortrainierten Modelle auf GitHub zur Verfügung gestellt, was die Zugänglichkeit für Forscher und Entwickler weltweit, einschließlich deutscher Unternehmen, erhöht. Dies eröffnet die Möglichkeit, V-JEPA für spezifische Anwendungen anzupassen und zu nutzen, ohne direkte Kosten für die Nutzung des Modells selbst. Allerdings können bei der Implementierung, Anpassung und beim Betrieb des Modells, je nach Umfang und Komplexität des Einsatzes, Kosten entstehen, z.B. für Rechenressourcen oder Entwicklungsarbeit​​.


Einordnung der potentiellen Bedeutung für die Wirtschaft und Firmen

Für Unternehmen bietet V-JEPA vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Da es ohne spezielle Vorbereitung auf spezifische Datensätze auskommt, kann es flexibel für eine breite Palette von Aufgaben eingesetzt werden, von der Überwachung der Betriebssicherheit bis hin zur Automatisierung von Kundeninteraktionen durch Videoanalyse. Insbesondere im Bereich der Produktidentifikation und -klassifizierung könnte es Einzelhändlern helfen, Kundenanfragen effizienter zu bearbeiten, indem es Produkte in Videos automatisch erkennt und kategorisiert.


Glossar

  • Modell: In der Künstlichen Intelligenz bezieht sich ein Modell auf eine Softwarestruktur, die trainiert wird, um bestimmte Arten von Aufgaben zu erledigen, z.B. das Erkennen von Objekten in Bildern oder das Verstehen von Sprache. Modelle lernen aus Daten, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen.

  • Training: Der Prozess, durch den ein KI-Modell lernt, indem es wiederholt Beispiele (Daten) durchläuft und seine internen Parameter anpasst, um die gewünschten Ausgaben zu erzeugen. Training kann überwacht, unüberwacht oder selbstüberwacht erfolgen.

  • Selbstüberwachtes Lernen: Eine Methode des maschinellen Lernens, bei der das Modell lernt, Vorhersagen über die Daten zu treffen, indem es Teile der Eingabedaten verbirgt und versucht, diese zu rekonstruieren oder vorherzusagen, ohne dass explizite Annotierungen (Labels) für die Trainingsdaten erforderlich sind.

  • Latenter Raum (Latent Space): Ein abstrakter Raum, in dem die internen Repräsentationen (Features) der Daten durch das Modell dargestellt werden. In diesem Raum werden Datenpunkte so transformiert, dass ähnliche Datenpunkte nahe beieinander und unähnliche weit voneinander entfernt sind.

  • Encoder: Ein Teil eines KI-Modells, der Eingabedaten (z.B. ein Bild oder ein Video) in eine interne Repräsentation (oft im latenten Raum) umwandelt, die die wesentlichen Informationen der Eingabe in komprimierter Form enthält.

  • Prädiktor (Predictor): Ein Modell oder Modellkomponente, das/die auf Basis der internen Repräsentationen (z.B. im latenten Raum) Vorhersagen über die Eingabedaten macht, etwa was im nächsten Frame eines Videos passiert.

  • Fine-Tuning: Der Prozess der Feinabstimmung eines bereits vortrainierten Modells auf eine spezifische Aufgabe oder einen spezifischen Datensatz, indem die Gewichte des Modells leicht angepasst werden, um die Leistung für die neue Aufgabe zu verbessern.

  • Maskierung: Eine Technik beim selbstüberwachten Lernen, bei der Teile der Eingabedaten absichtlich verborgen oder "maskiert" werden, um das Modell dazu zu bringen, diese fehlenden Teile vorherzusagen, wodurch es tiefergehende Muster und Zusammenhänge in den Daten lernt.

  • Modalität: Bezieht sich auf die Art der Daten oder des Kommunikationskanals. In der KI können Modalitäten visuelle Daten (Bilder, Videos), auditive Daten (Sprache, Musik), textuelle Daten und mehr umfassen. Multimodale Modelle können Informationen aus mehreren solcher Quellen gleichzeitig verarbeiten.


Quellen


Bilder

Ein beeindruckendes Einsatzbeispiel von V-JEPA ist die Ergänzung von maskierten Videoabschnitten




 

Genie: Die Revolution der KI-gestützten 2D-Weltenerschaffung durch DeepMind


Beschreibung

DeepMind hat ein innovatives KI-Modell namens Genie vorgestellt, das in der Lage ist, aus Internetvideos lernend, interaktive 2D-Welten zu generieren. Genie nutzt über 200.000 Stunden Videomaterial von 2D-Plattformspielen und ein 11 Milliarden Parameter umfassendes Weltmodell, um eine Vielzahl von aktionssteuerbaren virtuellen Umgebungen zu erstellen. Das Modell kann Bilder in spielbare 2D-Welten umwandeln, einschließlich Skizzen und Fotos, und ermöglicht Nutzern, diese Welten durch intuitive, latent gelernte Aktionen zu steuern.


Fortschritt gegenüber anderen Systemen

Genie von DeepMind stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber bisherigen Systemen dar, da es ein foundation world model ist, das ausschließlich aus Internetvideos lernt, um eine unbegrenzte Vielfalt von aktionskontrollierbaren 2D-Welten zu generieren. Im Gegensatz zu anderen Modellen, die in der Regel spezifische inductive biases oder manuelle Eingriffe benötigen, nutzt Genie die Skalierung und ein umfangreiches Datenset von über 200.000 Stunden Videos. Es lernt in einer unbeaufsichtigten Weise, was bedeutet, dass es ohne explizite Anleitung oder Etikettierung auskommt, um konsistente und vielfältige latente Aktionen zu entdecken, die Charaktere in einer konsistenten Weise steuern. Dieser Ansatz ermöglicht es, jede Art von Bild in eine spielbare Welt umzuwandeln, wodurch ein neuer Standard für die Erstellung interaktiver und personalisierter virtueller Umgebungen gesetzt wird.


Einordnung der potentiellen Bedeutung für die Wirtschaft und Firmen

Genie könnte für Unternehmen in der EU vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten, insbesondere in den Bereichen Bildung, Unterhaltung und Design. Bildungsinstitutionen könnten Genie verwenden, um interaktive Lernumgebungen zu schaffen, die auf den Lehrplan zugeschnitten sind. Im Unterhaltungssektor könnten kleine Entwicklerstudios ohne umfangreiche Ressourcen eigene Spielwelten generieren, um ihre Spiele zu bereichern. Designfirmen könnten Genie nutzen, um Prototypen ihrer Projekte in interaktive Umgebungen umzuwandeln, wodurch Kunden und Stakeholder ein immersives Erlebnis erhalten. Die Kosten für den Zugang zu Genie und dessen Einsatzmöglichkeiten würden sich nach den Lizenzmodellen und Partnerschaften richten, die DeepMind mit Unternehmen in der EU etabliert.


Glossar

  • Foundation World Model: Ein umfangreiches Modell, das darauf trainiert ist, die physikalischen und visuellen Aspekte einer virtuellen Welt zu verstehen und zu generieren.

  • Induktive Verzerrungen: Vorannahmen in einem Modell, die es auf bestimmte Weise beeinflussen, Informationen zu lernen oder zu verarbeiten.

  • Latente Aktionen: Nicht direkt beobachtbare Aktionen, die von einem Modell gelernt werden, um Veränderungen oder Bewegungen in einer simulierten Umgebung zu steuern.

  • Autoregressives Modell: Ein Modell, das vorherige Ausgaben nutzt, um zukünftige Vorhersagen zu machen.

  • VQ-VAE: Ein Variational Autoencoder, der für die Quantisierung von Daten in einem komprimierten Raum sorgt, was bei der Verarbeitung und Generierung von Bildern oder Videos nützlich ist.


Quellen


Bilder

Interaktive 2D-Welten aus Echtwelt Fotos:



 

Neues, großes Sprachmodell "Mistral-Large" veröffentlicht


Beschreibung

Mistral AI hat sein fortschrittlichstes Sprachmodell, Mistral Large, veröffentlicht, das für seine herausragenden Fähigkeiten im Bereich des logischen Denkens und Wissens bekannt ist. Es ist nun über die Plattform La Plateforme und Azure verfügbar und richtet sich an Entwickler, die auf der Suche nach einer leistungsstarken Lösung für vielsprachige Textverarbeitung, Textverständnis, Transformation und Codegenerierung sind. Mistral Large zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, in mehreren Sprachen einschließlich Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Italienisch fließend zu sein, und unterstützt eine Kontextfenstergröße von bis zu 32.000 Token, was eine präzise Informationswiedergabe aus großen Dokumenten ermöglicht.


Fortschritt gegenüber anderen Systemen

Mistral Large stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung von Sprachmodellen dar und bietet durch seine Multilingualität und spezialisierten Fähigkeiten in den Bereichen Codegenerierung und Wissensverarbeitung neue Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Technologiestacks zu modernisieren und zu erweitern.


Einordnung der potentiellen Bedeutung für die Wirtschaft und Firmen

Mistral Large bietet Unternehmen eine hochmoderne Lösung für die Automatisierung von Sprachverarbeitungsaufgaben, die mehrsprachige Unterstützung erfordern, und für Aufgaben, die ein tiefes Verständnis von Texten sowie die Generierung von Code umfassen. Seine Verfügbarkeit auf Azure als Teil der Models-as-a-Service (MaaS) erleichtert die Integration und Nutzung durch Entwickler mit API-basiertem Zugang und tokenbasierter Abrechnung. Dies könnte besonders für europäische Unternehmen interessant sein, die in den Bereichen künstliche Intelligenz, Softwareentwicklung und Kundenbetreuung tätig sind, da es die Entwicklung sicherer und vertrauenswürdiger Anwendungen durch eingebaute Sicherheitsfunktionen und Inhaltsfilter erleichtert.


Glossar

  • MMLU (Measuring Massive Multitask Language Understanding): Ein Benchmark zur Messung des Verständnisses und der Verarbeitung von Sprache über eine Vielzahl von Aufgaben hinweg.

  • LLM (Large Language Model): Große Sprachmodelle, die auf umfangreichen Textdaten trainiert werden, um ein tiefes Verständnis von Sprache und die Fähigkeit zur Textgenerierung zu entwickeln.

  • Benchmark: Standardisierte Tests, die verwendet werden, um die Leistung von KI-Modellen anhand spezifischer Aufgaben und Kriterien zu messen.

  • RAG (Retrieval Augmented Generation): Eine Methode zur Verbesserung der Generierung von Antworten durch das Modell, indem relevante Informationen aus einer Datenbank abgerufen werden.

  • JSON (JavaScript Object Notation): Ein leichtgewichtiges Daten-Austauschformat, das menschenlesbar ist und einfach von Maschinen analysiert und generiert werden kann.

  • API (Application Programming Interface): Eine Sammlung von Protokollen, Definitionen und Tools für die Erstellung von Software und Anwendungen. Eine API legt fest, wie Softwarekomponenten miteinander interagieren sollen, was die Entwicklung von Projekten erleichtert und eine Verbindung zwischen verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht.


Quellen


Bilder

Vergleich der MMLU Leistung von bekannten LLMs:




 

Neues, mächtiges Text-zu-Bild Modell "Stable Diffusion 3" angekündigt


Beschreibung

Stable Diffusion 3, ein neues, leistungsfähiges Text-zu-Bild-Modell von Stability AI, wurde kürzlich vorgestellt. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der bisherigen Stable Diffusion Modelle, die von 800 Millionen bis zu 8 Milliarden Parametern reichen und sowohl eine verbesserte Leistung bei komplexen Prompts als auch eine höhere Bildqualität und verbesserte Rechtschreibfähigkeiten bieten. Dieses Modell verwendet eine Diffusionstransformatorarchitektur kombiniert mit Flow Matching, um den kreativen Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden und den Zugang zu demokratisieren


Fortschritt gegenüber anderen Systemen

Stable Diffusion 3 stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Text-zu-Bild-Technologie dar, mit Verbesserungen, die eine breite Palette von kreativen und geschäftlichen Anwendungen ermöglichen. Die Offenheit und Anpassbarkeit des Modells, zusammen mit dem Engagement für Sicherheit und verantwortungsvolle KI-Praktiken, machen es zu einer wertvollen Ressource für Entwickler und Unternehmen gleichermaßen.


Einordnung der potentiellen Bedeutung für die Wirtschaft und Firmen

Für Unternehmen und Entwickler bietet Stable Diffusion 3 erhebliche Vorteile, insbesondere in Bereichen wie Marketing, Content-Erstellung und Produktdesign. Durch die Fähigkeit, hochwertige Bilder basierend auf Textbeschreibungen zu generieren, können Unternehmen Inhalte schneller und kosteneffizienter als je zuvor erstellen. Die verbesserten Sicherheitsmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit Forschern und der Community tragen dazu bei, Missbrauch zu verhindern und die Verantwortung im Einsatz von KI zu fördern. Darüber hinaus ist die Offenheit des Modells für Anpassungen und Feinabstimmungen besonders wertvoll für spezialisierte Anwendungen, die auf die Bedürfnisse einzelner Unternehmen zugeschnitten sind​​.


Glossar

  • Diffusion Transformer Architecture: Eine fortschrittliche KI-Architektur, die für die Generierung von Bildern aus Textbeschreibungen verwendet wird, indem sie eine Reihe von Transformationen anwendet, um schrittweise von einem Rauschsignal zu einem detaillierten Bild zu gelangen.

  • Flow Matching: Eine Technik, die in KI-Modellen verwendet wird, um die Genauigkeit der Bildgenerierung zu verbessern, indem sie sicherstellt, dass die generierten Bilder den Eingabetexten genau entsprechen.

  • API (Application Programming Interface): Schnittstellen, die es Entwicklern ermöglichen, auf die Funktionen eines KI-Modells zuzugreifen und diese in eigene Anwendungen zu integrieren.


Quellen


Bilder

Beispiele für Bildgenerierung mit SD3:



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